Wegweisende Technologien in die Energiezukunft

Zwei Dinge sind sicher: An der Energiewende führt kein Weg vorbei. Und: Je früher wir das schaffen, desto besser. Die Energieversorgung wird heute über zwei Wege in Österreich gewährleistet: das Stromnetz und das Gasnetz. In den letzten Jahrzehnten wurden bereits viele Bemühungen in das Stromnetz gesteckt, der Anteil erneuerbarer Energien liegt hier bei 75 Prozent. Beim Gasnetz gibt es aber noch Potenziale und Gas Connect Austria fordert als bedeutender Gas-Logistiker Unterstützung von der Politik und mehr Möglichkeiten zur Forschung. Damit die Gas-Infrastruktur ihre Potenziale zur Erreichung der Klimaziele optimal entfalten kann.

Gasnetzbetreiber als Systemintegratoren

Unser überregionales und grenzüberschreitendes Gasnetz versorgt Österreich seit Jahrzehnten preiswert und verlässlich mit Energie – auch dann, wenn durch saisonale Schwankungen weniger Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne und Wasser zur Verfügung steht. Bis 2050 wird es neben Wasserstoff und Biogas auch weiterhin Bedarf an Erdgas geben, denn angesichts zunehmender unterbrechbarer und dezentraler erneuerbarer Energieerzeugung muss das Stromnetz stabil gehalten werden. Grüne Gase werden aus derzeitiger Sicht Erdgas noch lange nicht völlig ersetzen können, da die Produktionskapazität dafür nicht ausreicht. Es wird verschiedene Gase (Methan, Wasserstoff) nebeneinander geben. Um trotz dieser Diversifikation – Stichwort unterschiedliche Gasqualität – den zwischenstaatlichen Handel, die Liquidität und die Preiskonvergenzen zu gewährleisten, braucht es die Rolle der Gas-Fernleitungsnetzbetreiber als „Systemintegratoren“.

Wanted: Lizenz zum Forschen

Das Gasnetz und flexible Gasspeicher sind das unabdingbare Rückgrat eines klimaneutralen Energiesystems. Um die Energiewende rasch umzusetzen, brauchen Gasnetzbetreiber aber diskriminierungsfreie Optionen für Forschung und Entwicklung. Machbarkeitsstudien sowie „Sandboxprojekte“ als Reallabore zur Implementierung. Themen wie etwa die Einspeisung von kohlenstoffarmen, biogenen oder synthetischen Gasen, Sektorkopplung etc. müssen dabei zulässig sein. Netzbetreibern soll etwa erlaubt werden, netzdienliche Power to Gas (P2G) Anlagen sowie Wasserstoffnetze zu betreiben. Die Kosten für die Umrüstung der bestehenden Netze sollen tariflich anerkannt, sowie die Errichtung neuer Anlagen entsprechend gefördert werden.

Wasserstoff im Netz

Wir wissen, dass die Einspeisung von Biogas und die Beimischung (sogenanntes „Blending“) von Wasserstoff im bestehenden Gasnetz technisch machbar ist. Bereits heute können ca. 6 TWh Wasserstoff, was einer Leistung von sechs neuen Donaukraftwerken entspricht, im Gas Connect Austria-Netz transportiert werden. Unsere bestehende Gasinfrastruktur, die über viele Jahrzehnte aufgebaut wurde, kann somit effizient genutzt werden, um auch Wasserstoff zu transportieren. Es braucht aber mehr Möglichkeiten, um zu analysieren, wie viel Potenzial zur Energiewende wirklich mit Blending gewonnen werden kann.

Kopplung der Energien: P2G

Parallel dazu forschen die österreichischen Infrastrukturbetreiber in einem Konsortium auch an der dezentralen Wasserstoffproduktion aus Windenergie. Die Power-to-Gas-Entwicklung zielt auf eine Verschränkung der Energienetze von Strom und Gas ab. Der Energietransport durch Gasleitungen entlastet und ergänzt somit das Stromnetz. Diese ineinander abgestimmten Projekte bildeten die Basis, um das politische Ziel, Österreich zur „Wasserstoffnation Nr. 1“ zu machen. Gas Connect Austria hat eine jahrzehntelange Expertise, wenn es um den Betrieb von Leitungen geht und ist startbereit, um das Know-how im Sinne von „Neues entwickeln und Bestehendes adaptieren“ beim Aufbau eines Wasserstoffnetzes beizusteuern.

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