Studie des BMK zeigt: Gasinfrastruktur und Import grüner Gase zur Erreichung der Klimaziele essentiell

Bis 2040 will Österreich das Ziel der Klimaneutralität erreichen. Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie hat vor kurzem eine Studie präsentiert, die zeigt, wie hoch der Gasbedarf bis dahin sein wird. Dafür wurde im ersten Schritt die Nachfrage nach Gas aus den einzelnen Bereichen Industrie, Güterverkehr sowie KWK-Anlagen und Heizwerken erhoben und in einem zweiten Schritt ermittelt, welche Menge an Methan Österreich im Jahr 2040 aus heimischen erneuerbaren Quellen erzeugen kann.

Bestehende Infrastruktur mit zusätzlichen Aufgaben

Bei der Nachfrage hat die Österreichische Energieagentur, die die Studie für das Ministerium durchgeführt hat, zusätzlich zwei Szenarien betrachtet – im ersten Szenario geht die Studie von einer ambitionierteren technologischen Entwicklung aus, bei der Zukunftstechnologien verfügbar sind, die heute noch in Kinderschuhen stecken. Im zweiten, etwas konservativeren Fall, kommt es zur Nutzung bereits jetzt verfügbarer Technologien, moderaten Energieeffizienzverbesserungen und einer Verschiebung in der Nutzung von Technologien im Rahmen bisher beobachtbarer Trends. Die bestehende Infrastruktur zur Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Gasen wird in diesem Szenario in höherem Ausmaß weiterverwendet. Dies verdeutlicht die besondere Rolle des gut ausgebauten Gasnetzes von Gas Connect Austria, das für den Transport grüner Gase und damit bereits jetzt zur Erreichung der Klimaziele eingesetzt werden kann.

Nur ein Viertel des Bedarfs aus Österreich – Importe & Markthochlauf von Wasserstoff notwendig

Die Nachfrage nach Grünen Gasen liegt im ambitionierteren Fall bei 89 TWh, im zweiten Fall sind es mit 138 TWh um 55% mehr. In beiden Fällen übersteigt die Nachfrage nach Grünen Gasen jedoch deutlich das Angebot, denn nur 20 TWh – das ist rund ein Viertel der Nachfrage – können realistischerweise heimisch erzeugt werden. Das Bundesministerium möchte daher Grüne Gase in gezielten Bereichen einsetzen, die nicht substituiert werden können und sieht den Wasserstoff bzw. Importe als geeignetes Mittel, um diese Lücke zu schließen. Aus den Ergebnissen lässt sich aber auch schlussfolgern, dass bereits heute der Grundstein für ein europaweites Wasserstoffnetzwerk gelegt und der Markthochlauf gestartet werden muss, da Grüne Gase allein die Sektoren nicht ausreichend versorgen können.

Gas Connect Austria verfügt über langjähriges Know-how, ist europaweit bestens vernetzt und ein Experte, wenn es um den Import und Transport von Gasen – d.s. Erdgas, Grüne Gase aber auch Wasserstoff – geht. Es sollte möglichst rasch damit begonnen werden, sektorübergreifend zu denken, integrierte Planungen vorzunehmen und technologieoffen in alle Richtungen zu forschen, damit Österreich dem ambitionierteren Szenario der Studie näherkommt und die Klimaziele bis 2040 erreicht.

Die Studie des Bundesministeriums ist unter diesem Link nachzulesen.

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