Förderung des Wasserstoffmarktes durch Beimischung in die bestehende Gasinfrastruktur

Die Beimischung ("Blending") von Wasserstoffmolekülen in die bestehende Gasinfrastruktur ist Teil der Lösungen, die zur Umsetzung der Wasserstoffstrategie der Europäischen Kommission beitragen können. Die GIE, der Gas Connect Austria sowie weitere rund 70 Mitglieder aus 27 Ländern angehören, zeigt in einem aktuellen Positionspapier auf, wie und mit welchen politischen Hebeln das Potenzial der Beimischung ausgeschöpft werden kann.

Unter der Wasserstoffbeimischung versteht man die Einspeisung eines Anteils von Wasserstoff in die bestehende Gasinfrastruktur. Da es bislang noch keine spezielle Wasserstoffinfrastruktur und nahe gelegene Verbrauchszentren gibt, kommt der eingespeiste Wasserstoff durch Nachrüstung der bestehenden Gasinfrastruktur in den integrierten EU-Gasmarkt. Das ist eine kosteneffiziente Lösung vor der Einführung eines speziellen Wasserstoffsystems und hilft, die Kosten der Energiewende in der EU zu senken. Sie ermöglicht rasche Dekarbonisierungserfolge und eine Ausweitung der (de)zentralisierten Wasserstoffproduktion/-technologien.

Aufbau des Wasserstoffmarkts

Für die Entwicklung des Wasserstoffmarktes braucht es große Mengen und Produzenten müssen mit den Verbrauchern verbunden werden. Hier kommen die Gasinfrastrukturbetreiber ins Spiel, die Transport- und Speicherkapazitäten anbieten. Und die Beimischung (Blending / De-Blending) wird ein Teil der Lösungen und Dienstleistungen sein, die sie dem Markt anbieten.

Eine Stimme für Europa und seine vielfältigen Wege

Bestehende und künftige Gasinfrastrukturen sind für Europa von entscheidender Bedeutung: Sie können die EU auf den Weg zu einer weltweiten Führungsrolle im Bereich Wasserstoff bringen und gleichzeitig sicherstellen, dass niemand in diesem Prozess zurückbleibt. Die Beimischung von Wasserstoff ist Teil der vielfältigen Lösungen, um dies zu erreichen. Im Positionspapier erläutert die GIE, welche politischen Hebel erforderlich sind, um ihre Aktivitäten im Bereich der Beimischung zu erleichtern.

Es gibt mehrere Wege, um Wasserstoff in unsere Energiesysteme zu integrieren - Cluster, Beimischung, spezielle Wasserstoffinfrastruktur usw. Die gut ausgebaute Gasinfrastruktur von Gas Connect Austria und den anderen 70 Mitgliedern der GIE ist in der Lage, alle diese Wege zu beschreiten. Die politischen Entscheidungsträger:innen sollten die Vorteile berücksichtigen, die eine Beimischung bietet, um den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen und einen Beitrag zu den Klimazielen der EU zu leisten. Für die Beimischung von Wasserstoff braucht es einen eigenen Rechtsrahmen, eine Vergütung der Investitionen der Gasinfrastrukturbetreiber sowie Forschung und Entwicklung für die Verbesserung der technischen Möglichkeiten bei der Beimischung und dem optimalen Umgang mit den diversen Gasqualitäten im Netz.

Die GIE ist der Verband der europäischen Betreiber von Gasinfrastrukturen. Ihm gehören rund 70 Mitglieder aus 27 Ländern an, die in den Bereichen Gastransport, unterirdische Speicherung und Importterminals tätig sind. Die GIE-Mitglieder arbeiten und innovieren, um die verschiedenen Regionen bei der Verwirklichung der Ziele des Green Deal der EU zu unterstützen.

Das Positionspapier der GIE finden Sie hier.

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