Erdgas in Bewegung.

Aufgrund des Aggregatzustandes ist der Transport von Erdgas eine besondere Herausforderung.

Rund um den Globus – rund um die Uhr

Erdgas wird nahezu weltweit gebraucht und daher 24 Stunden am Tag über weite Strecken transportiert. Dazu dienen Gaspipelines und Spezialschiffe.

 

Erdgasleitungen: Energie unter Druck

Erdgas wird größtenteils über unterirdische Pipelines transportiert. Die verwendeten Rohre haben einen Durchmesser von 20 cm bis 1,4 m. Das Erdgas wird mit einem Überdruck von bis zu 84 bar durch die Leitungen geschickt. Es erreicht dabei eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 8 m/sec, das sind etwa 28 km/h. Erdgas aus Russland ist somit etwa sechs Tage unterwegs, bevor es am Knotenpunkt Baumgarten ankommt.

 

LNG: Erdgas auf hoher See

Eine Alternative zu Gasleitungen ist der Transport mit Spezialschiffen. Erdgas wird dabei in speziellen Terminals auf minus 162 Grad abgekühlt. Das Ergebnis: Liquefied Natural Gas (LNG), also verflüssigtes Erdgas. Die LNG-Tanker transportieren das Erdgas über weite Strecken, ab 3.500 km macht diese Transportart wirtschaftlich Sinn. Am Zielort wird es in Regasifizierungsterminals wieder umgewandelt und über Gasleitungen zum Bestimmungsort transportiert. Etwa ein Sechstel des Welterdgastransport wird über LNG-Tanker abgewickelt.